Wie teuer werden die Versicherungsprämien jetzt?

Freitag, den 05. Oktober 2012

UnisextarifeAb dem 21. Dezember 2012 können Versicherungsverträge deutlich teurer werden, denn ab diesen Tag müssen Versicherte ihre privaten Policen auf die sogenannten Unisex-Tarife umstellen. Das bedeutet, dass die Beiträge für Männer und Frauen gleich hoch sind. Das bedeutet insbesondere für Frauen im Bereich der Risikolebensversicherung eine erhöhte Prämie von 30 bis 50 Prozent. Aber auch Männer müssen sich auf höhere Beiträge einstellen.

So müssen Männer, die von einer gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln wollen, mit einer Beitragserhöhung von um die 35 Prozent rechnen. Da die Versicherungen die Risiken von da an geschlechtsneutral berechnen, werden so die Kosten zu gleichen Teilen auf männliche und weibliche Neukunden verteilt. In den Sparten, wo das entsprechende Geschlecht anhand geringer Risiken noch mit günstigeren Prämien davonkam, werden durch die neue Regelung die Beiträge deutlich ansteigen. Trotz der neuen Unisex-Regel sollte man sich als Verbraucher nicht zu schnell dazu verleiten lassen neue Verträge abzuschließen. Bis zum Stichtag sollten die einzelnen Konditionen und Leistungen der einzelnen Versicherungen gründlich verglichen werden.

Unisex

Das oberste Gebot bezüglich der Unisex Tarife ist die Gleichheit. Demnach dürfen Versicherungen nur noch Tarife für Männer und Frauen ab einem Alter von 21 Jahren anbieten, die einheitliche Preise beinhalten. Grundlage für diese Änderung ist der sogenannte Gleichheitsgrundsatz. Dieser Grundsatz wurde vom Europäischen Gerichtshof durchgesetzt und zwar für alle EU-Mitgliedsstaaten. Auf dieser Grundlage darf keiner mehr wegen seinem Geschlecht, im Bereich der Leistungen und Prämien, der entsprechenden Versicherung, benachteiligt werden.

Risikoschutz für Frauen wird teurer

Frauen haben bislang bei der Risikolebensversicherung und zum Teil auch beim KFZ- und Unfallschutz niedrige Beiträge bezahlt. Insbesondere die Autoversicherung war für Frauen deutlich günstiger, da Frauen generell weniger Unfälle verursachen. Bei den Unisex-Tarifen, egal ob Mann oder Frau, wird nun jeder in die Gefahrenstufe B eingeteilt, der eine Tätigkeit ausübt, bei der eine höhere Unfallgefahr besteht. So können Frauen mit einer Beitragserhöhung von um die 200 Euro rechnen.

 

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